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Warum es in Bergheim wärmer ist

Dichte Wohnbebauung beeinflusst die Temperaturen

Warum es in Bergheim wärmer ist Foto: Redaktion Heidelberg / fotolia

Wer leicht friert, sollte besser nach Bergheim ziehen. Hier ist es – eine stabile Hochdruckwetterlage vorausgesetzt – durchschnittlich satte fünf Grad wärmer als etwa in Ziegelhausen. Zu diesem Ergebnis kommt das vom Mannheimer Experten-Büro Ökoplana und der Geo-Net Umweltconsulting GmbH aus Hannover erstellte aktuelle Heidelberger Klimagutachten – eine Fortschreibung der zuletzt ermittelten Ergebnisse aus dem Jahr 1995. Der Grund ist so simpel wie einleuchtend: Wo die Wohnbebauung am dichtesten ist, ist es auch am wärmsten.
Hintergrund: Eine der größten heutigen Herausforderungen ist der Klimawandel, der auch in Heidelberg mess- und beobachtbare Veränderungen mit sich bringt. Seit 1901 hat sich die Jahresmitteltemperatur in Baden-Württemberg um über ein Grad Celsius erhöht – ein weiterer Anstieg ist zu erwarten. Noch eindeutiger wird das Ausmaß der Erwärmung bei Betrachtung der Entwicklung von Hitzetagen, die als Tage mit Maximaltemperaturen über 30 Grad Celsius definiert sind. Waren es beispielsweise in Karlsruhe im Zeitraum 1876-1905 noch durchschnittlich sechs Hitzetage pro Jahr, so hat sich diese Zahl heute auf durchschnittlich 20 Tage mehr als verdreifacht (1980-2009). Diese klimatischen Veränderungen haben bereits heute Folgen für Mensch und Umwelt, die sich in der Zukunft voraussichtlich noch verstärken werden. Was bedeutet das konkret? Mit Hilfe des neuen Klimagutachtens können die Auswirkungen von Neubaugebieten besser eingeschätzt werden. Es liefert Hinweise, wie sich neu konzipierte Stadtgebiete auf Luftströme und Temperaturen auswirken. Schon mit einfachsten Mitteln kann das Klima im Stadtgebiet nachhaltig beeinflusst werden – beispielsweise mit kleinen Drehungen der Gebäudekanten, Veränderungen der Neubauhöhen oder der Einbeziehung von Dachbegrünungen. Allerdings: Ein rechtliches Instrument, um ungünstige Verdichtungen von Wohnräumen zu verhindern, stellt das Gutachten nicht dar. Vielmehr ist es für Stadtplaner und Häuslebauer eine Orientierungshilfe. Grundsätzlich können sich die Heidelberger in ihrem Klima aber auch weiterhin wohl fühlen. Dafür sorgt die – landschaftlich wie klimatisch – von der Natur reich beschenkte Lage. Aus dem Odenwald weht über den Neckar in den Abendstunden konstant frische Luft in die Stadt.

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